Schlaflos … nachts … die Gedanken schwirren umher, verwirren sich, irren sich. Gerade – oder umso mehr – wenn man neu ist in einer Stadt und niemand da, dem man sich episodisch mitteilen könnte. In Form einer gewitzten Schwarz-Weiß-Animation taucht Gudrun Krebitz in eine liebevoll verworrene Gedankenwelt ab: in das Best-of an Erlebtem und nachträglich Imaginiertem, wie es sich nur im diffusen Taumel der Schlaflosigkeit artikuliert. Mit reduzierter Liniengebung sucht sie die notgedrungen lückenhaften (Nach-)Denkprozesse zu fassen und wiederzubeleben. Doch sowohl Sorgen als auch Erfahrungen wurden längst im Sog des Absurden verwässert, das einst Konkrete abstrahiert. „Oh … that’s why your drawings look like that.“ Assoziativ, sprunghaft, anarchisch. (Katalogtext Diagonale 2015)
Konzept/Realisation/Schnitt Gudrun Krebitz
Ton/Musik Marian Mentrup
Produzentin Gudrun Krebitz
Produktion Royal College of Art